„Geflohen – vertrieben – angekommen : der Weg in eine neue Heimat“

Seit 1999 greift der städtische Arbeitskreis 27. Januar Bad Pyrmont die Anregung des Altbundespräsidenten Roman Herzog auf, dem Befreiungstag des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945 in besonderer Form zu gedenken. In diesem Jahr wir dieses Gedenken den Menschen gewidmet, die aufgrund der Gewaltherrschaft und deren Folgen in den Jahren 1933 bis 1945 ihre Heimat verloren, der Familie und den Freunden entrissen wurden und in einer für sie oft völlig fremden Umgebung neu Fuß und Vertrauen fassen mussten.

Dabei dürfte die Verlusterfahrung ebenso tiefgreifende Spuren hinterlassen haben wie das Ankommen in der Fremde, das Erfahren müssen, als Fremdling nicht willkommen und ausgegrenzt zu sein. Ebenso schwierig zu verkraften war sicherlich auch das erzwungene Teilen und Zusammenrücken, es zulassen zu müssen, dass Fremde in den so vertrauten und oft sogar häuslichen Bereich eindrangen. Auf welche Art und Weise diese Ausgrenzung, aber auch das neue Zusammenleben vor sich ging, haben Schülerinnen und Schüler der Max-BornRealschule und des Humboldt-Gymnasiums erarbeitet. Ihr Ergebnis werden sie am Abend der Gedenkveranstaltung vorstellen. Dass es auch in der Gegenwart derartige Lebenserfahrungen gibt, wird nahezu täglich durch Kontakte zu benachbarten Flüchtlingen und durch die aktuelle Berichterstattung über Kriegsereignisse und Fluchtverläufe deutlich. Auch hierüber werden wir einen authentischen Bericht hören können. Zudem begleitet eine viel beachtete Ausstellung des Volksbundes zu dem Thema „Geflohen – vertrieben – angekommen“ die Veranstaltung. Sie wird in der Zeit vom 23.01. bis zum 06.02.2017 in Foyer des Rathauses zu sehen sein.

Plakat Gedenkveranstaltung 27.1

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