Neue Wohnformen – ein Ergebnis unserer Ideenwerkstatt

Nachdem WIR euch an dieser Stelle bereits den Vorschlag „Wanderwegekonzeption“ im Bereich Tourismus vorgestellt haben, möchten WIR euch heute zeigen, was unsere Kollegin Ingrid Mittelstädt im Bereich Stadtentwicklung zum Thema „Rahmenbedingungen für neue Wohnformen schaffen“ denkt:

Wie wollen wir Best Agers zukünftig in Bad Pyrmont leben?

Betreutes Wohnen, Essen auf Rädern, ein Platz im Altenheim, 1 x tgl. einen Pflegedienst – ist es das was wir wollen?

Der sog. demografische Wandel ist auch an Bad Pyrmont nicht spurlos vorübergegangen. Lt. Stand 31.12.2015 leben in Bad Pyrmont 20.673 Menschen, davon Weiblein 10.899 und 9.774 Männlein; in der Kernstadt allein 16.584, der Rest verteilt sich auf die Bergdörfer. Bereits vor rd. 10 Jahren, als ich nach Pyrmont zog, überraschte mich ein kleiner Statistikflyer mit der Information, dass die Einwohner zu ca. 2/3 aus Senioren bestehen. Das würde heute bedeuten: über 10.000 Personen sind im besten Alter. Warum hat sich diese Tatsache noch niemand zunutze gemacht? Dieser „Platzvorteil“ bietet ungeahnte Möglichkeiten.

Statt immer neue hochpreisige Immobilien zu erstellen für die den meisten das Geld fehlt, ist es höchste Zeit für ein Umdenken. Man denke nur an den kürzlich ausgestrahlten Film mit Christiane Hörbiger – in einer alten Villa schließt sich eine Senioren-WG zusammen.

Doch was bietet uns der Ort neben Seniorenresidenzen und Alters­heimen? Es fehlt an adäquaten neuen Wohnformen. Bereits in verschiedenen Städten gibt es Wohngemeinschaften, in denen Menschen sich gegenseitig stützen, auch wenn sie nicht miteinander verwandt sind. Henning Scherf (Baujahr 1938) – ehemaliger Bremer Bürgermeister – lebt selbst seit über 20 Jahren in so einer WG. Alte und junge und sogar ein Priester leben dort.

Hands of generations

Für junge Familien, Alleinerziehende, Rentnerpaare tun sich in so einem Miteinander vielfältige Möglichkeiten und Vorteile auf.

Die frühere Großfamilie (Vater, Mutter, 8 Kinder, Großeltern, evtl. Tanten, Onkel) ist in Deutschland seit langem ausgestorben. Heute braselt jeder alleine vor sich hin. Das muß nicht sein.

Lebensfreude, gebraucht werden, Wissen weitergeben abseits von Smartphone und Tablet. „Wer sich in die Ecke setzt, verliert seine Kraft, wird alt.“

 

Ein Kommentar zu “Neue Wohnformen – ein Ergebnis unserer Ideenwerkstatt

  1. Betreutes Wohnen, Mehr-Generationen-Haus, Alten-WG´s – alles tot und ohne Leben ohne Sozialkontakte! Dies ist das Zauberwort! #Das generationale Dorf – man kennt sich – man trifft sich – man lebt zusammen, nicht jeder für sich. Ein freundlicher, fairer Umgang miteinander, Wertschätzung, Akzeptanz, Toleranz sind hilfreich!

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